Am Wiesensee ging es rund um den Apfel

Da lagen sie in voller Pracht, die Gewürz Luiken, gestreifte und weiße Matäpfel, Goldparmäne oder aber auch der kleine Zwillingsapfel. Apfelsorten aus einem Angebot von über 400 verschiedenen Apfelsorten, die im Westerwald zu finden sind.

Zu sehen und Vieles zu erfahren über den Apfel gab es am vierten Apfeltag auf dem großen Parkplatz vor der Tourist-Information WällerLand am Wiesensee (TiWi). Und wie das Motto „Apfeltag” schon aussagt, war das Meiste auf dem Gelände auf den Apfel abgestimmt. Da gab es neben unzähligen Äpfeln und Apfelsorten auch die Apfelbratwurst vom heimischen Metzger genauso wie den Apfelkuchen vom Bäcker. Und Brennereien boten einen Apfelschnaps oder auch einen Apfelsecco an. „Dazu auch noch Apfelessige und Apfelmischsäfte”, war von Martin Rudolph, TiWi, zu erfahren.

Beliebt bei den Apfelmischsäften sind Apfelsaft mit Birne, Quitte, Holunder, Karotte, Johannisbeeren oder auch Kirsche. Doch nicht nur dieses moderne Angebot war gefragt. Auch das alte stieß auf großes Interesse.Hier war Diplom-Biologe Philipp Schiefenhövel von der Will und Liselott Masgeik-Stiftung gefragt.

Er präsentierte an seinem Stand eine große Anzahl an Obst aus dem Sortiment von über 400 alten Apfelsorten, die im Westerwald zu finden sind. Und wie Philipp Schiefenhövel zu berichten wusste, gibt es immer mehr alte Apfelsorten. So wie den Zwillingsapfel, bei dem es sich um einen Straßenbaumapfel handelt und als Wirtschaftsapfel zum Pressen genutzt wird. Dieser Apfel ist im Westerwald nur noch an 15 Bäumen rund um Molsbergzu finden.

Oder auch der Mauerapfel, „ein kleiner, säuerlicher Apfel”. Das Wissen um die vielen Apfelsorten sprudelt geradezu aus dem Mund des Diplom-Biologen heraus. Um nun den vielen Gästen auch die Äpfel nicht nur in der Optik zu zeigen, gab es auch Geschmacksproben. So wie vom Gloster „der wie ein Supermarktapfel schmeckt” und bei einigen auch Kindheitserinnerungen aufkommen ließ.

Auch wieder dabei die mobile Apfelpresse, die in diesem Jahr unentwegt in Betrieb war. Denn die Apfelernte wird in diesem Jahr als geradezu sensationell bezeichnet. Daher war es auch kein Wunder, dass schon früh die Kunden die Äpfel zentnerweise anlieferten, um diese pressen zu lassen und am Ende leckeren Apfelsaft in Behältern mit nach Hause zu nehmen.

Und wer am Ende auf dem Weg zum Auto noch am Stand mit Accessoires vorbei kam, konnte noch einen Apfel aus Beton, Holz oder anderen Materialien kaufen. Für den Organisator des Apfeltages geht der Blick nach vorne, in das Jahr 2019.

Martin Rudolph möchte auch im nächsten Jahr diesen Apfeltag sonntags und am gleichen Wochenende im Oktober anbieten „in der Hoffnung, dass es auch im nächsten Jahr viele Äpfel gibt”.

(Text: Klaus-Dieter Häring; Fotos: Martin Rudolph (4), Häring (1) )

 

 

 

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