Markus Hof tritt die Nachfolge von Gerhard Loos an

Die Verbandsgemeinde Westerburg hat einen neuen Bürgermeister! Mehr als 14 Jahre fungierte Gerhard Loos als Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Westerburg. Im Rahmen einer öffentlichen Ratssitzung wurde der 65-Jährige Winner jetzt in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig fand die Amtseinführung des neuen VG-Bürgermeisters, Markus Hof, statt.

Auch aus dem Ausland kamen Gäste

Viele Gäste waren zur Feierstunde in die Stadthalle Westerburg gekommen. Dazu zählten neben den Mitarbeitern der Verbandsgemeindeverwaltung auch der Verbandsgemeinderat und die Ortsbürgermeister der 24 Gemeinden.

Geladen waren aber auch die ehemaligen Mitarbeiter und Mitglieder dieser Gremien sowie ehemalige VG-Bürgermeister. Darüber hinaus nahmen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Vertreter der Behörden, der Politik, der Schulen, der Kirchen, der Kommunen, des öffentlichen Lebens und der übrigen Hilfsorganisationen an diesem besonderen Ereignis teil.

Eigens angereist waren Vertreter der drei Partnergemeinden aus England, Frankreich und Polen.

Nachdem die Stadtkapelle Westerburg zum Auftakt ein Musikstück dargeboten hatte, hieß Bürgermeister Loos die Anwesenden herzlich willkommen. Sein besonderer Gruß galt zunächst der „wichtigsten Person” des Abends, Markus Hof, dessen Ehefrau Susanne, den beiden Söhnen und der übrigen Familie. Darüber hinaus freute er sich, dass auch seine Frau Roswitha, seine beiden Töchter, die Enkelkinder und weitere Familienmitglieder gekommen waren.

Im Amt vereidigt 

Nun hatte Loos als seine letzte offizielle Amtshandlung die ehrenvolle Aufgabe, seinen Nachfolger Markus Hof für sein neues Amt zu ernennen, ihn zu vereidigen und einzuführen.

Als sichtbares Zeichen überreichte er ihm die entsprechende Urkunde.

Rückblick und Dank an Gerhard Loos

Programmgemäß folgte die Verabschiedung von Gerhard Loos. „Du warst für die Gemeinden immer ein offener Ansprechpartner. Dein Ziel war das Lösen von Problem, dafür hast Du Dich stark gemacht”, hob Martin Flügel in seiner Rede hervor und überreichte ihm eine „Kombination aus Ruhestandsversetzungs- und Dankesurkunde”.

In seiner Ansprache erinnerte Markus Hof an die verschiedenen Projekte, die Loos während seiner 19-jährigen Tätigkeit für die VG verwirklichte. Dazu zählten unter anderem die Gruppenkläranlage und der Stöffel-Park Enspel. Doch nicht alles konnte er zu Ende bringen.

Mit seiner konsequenten Sparpolitik habe er jedoch seinen Nachfolger in die glückliche Lage versetzt, die angestoßenen Projekte umzusetzen und zu beenden. Dank sprach er ihm aber auch dafür aus, dass er ihn in den letzten Wochen „bei der Hand genommen” und ihm alles gezeigt habe.

Das Wir steht über allem

„Nun übernehme ich die Verantwortung für das Vermögen der VG, für die derzeit 680 ehrenamtlichen Feuerwehrleute und für die vielen Mitarbeiter der Verwaltung”, zählte Hof auf. Gleichzeitig stellte er fest, dass es kein „ich” sondern ein „wir” geben müsse.

„Gemeinsam werden wir das Leben entfalten, die Gegenwart meistern und die Zukunft gestalten”, erinnerte er an das Motto der Haushalte, welches der erste VG-Bürgermeister Joachim Hörster MdB a. D., sein Schwiegervater, eingeführt habe.

Die Ziele von Markus Hof 

Als seine Ziele sieht er weitere Investitionen in die Schulen und die Feuerwehren, die Entschlammung des Wiesensees, die Weiterentwicklung des Stöffel-Parks, die Stärkung der Kulturarbeit, die Versorgung mit Wasser und Entsorgung der Abwässer sowie ein Entgegenwirken gegen den Ärztemangel in Westerburg.

„Die Ortsgemeinden und die Verbandsgemeinde sind zwei Seiten einer Medaille. Wir müssen zusammenhalten und zusammenarbeiten”, bekräftigte Hof das gute Miteinander.

„Wenn es drauf ankommt, kann man sich auf euch verlassen”, lobte Landrat Achim Schwickert, der Westerburg als ein Zentrum der zehn Verbandsgemeinden im Westerwaldkreis bezeichnete.

Ansprachen mit Witz und Herz

Mit viel Wortwitz und Anekdoten gespickt waren die amüsanten Reden von Stadtbürgermeister Janick Pape und Dietmar Wolf, der stellvertretend für die Ortsbürgermeister sprach und gemeinsam mit Gisela Benten, Nina Podelski und Michael Wisser Geschenke überreichte. Im Namen der VG-Bürgermeister sprach Klaus Lütkefedder, der sich auch für die gute und enge Zusammenarbeit mit der Nachbar-VG bedankte.

Gute Wünsche und Worte für die VG-Chefs

Grüße des VG-Rats überbrachte der Fraktionsvorsitzende Harald Ulrich, der kurz auf den Werdegang von Gerhard Loos einging. Sein kommunales Engagement begann der Volljurist als Ortsbürgermeister seiner Heimatgemeinde Winnen. Im Jahre 2000 wurde er zum Beigeordneten der VG Westerburg gewählt. Seit dem 1. Juli 2005 übte er das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters der VG Westerburg aus. Im Jahre 2013 wurde er wiedergewählt.

Mit Vollendung des 65. Lebensjahres geht er jetzt in den Ruhestand. Er sei der richtige Mann am richten Platz gewesen, so Ulrich. Er habe Wissen und Fähigkeiten eingebracht und es verstanden, stets gelassen und ruhig zu bleiben.

Gemeinsam mit Roswitha Flender, die Hof im neuen Amt beglückwünschte, überreichte er den beiden Hauptpersonen und deren Gattinen Geschenke und Blumen.

„Es hat über die Jahre hinweg ein Generationenwechsel stattgefunden”, stellte der Personalratsvorsitzende Thomas Henritzi fest. Er dankte Loos im Namen der Mitarbeiter der Verwaltung für sein persönliches und freundliches Miteinander und wünschte ihm im Kreise der Familie Gesundheit und Wohlergehen.

Den Großworten von Wehrleiter Peter Baumann, der auch für Kreisfeuerwehrinspekteur Axel Simonis sprach, und Andreas Huth (für die Schulen in der Region) schlossen sich Gratulationen der Vertreter der Partnerschaftsgemeinden aus Le Cateau-Cambrésis (Frankreich) und Nowa Wieś Wielka (Polen) an.

Loos geht mit einem großen DANKE

Sein Schlusswort laute „Danke”, so Loos abschließend. Er sei froh und glücklich, auf ein durchaus erfülltes Berufsleben zurückblicken zu können, was er natürlich auch seiner Familie zu verdanken haben. Er dankte für die vielen lobenden Worte. Doch die aufgezählten Erfolge seien auch der Verdienst seiner Mitarbeiter, denen er für die tolle Unterstützung seinen Dank aussprach.

„Ich werde dir keine Ratschläge mit auf den Weg geben”, wandte er sich an Markus Hof, der seit 2009 als ehrenamtlicher Ortsbürgermeister von Berzhahn fungiert und überdies in der Kommunalpolitik langjährige Erfahrung hat. Abschließend wünschte er dem 44-Jährigen, der bisher als Lehrer für Mathematik und Physik am Mons Tabor Gymnasium tätig war, alles Gute für die Zukunft und in seinem neuen Amt allzeit eine glückliche Hand.

Das Westerwaldlied schloss den offizielle Teil ab, dem viele Gespräche folgten. Zuvor hatte der ganze Saal mit Standing Ovations dem scheidenden Bürgermeister seine Dankbarkeit für die geleistete Arbeit zum Ausdruck gebracht.

(Text: Ulrike Preis, Fotos: Röder-Moldenhauer (1.), Rest: Ulrike Preis)

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