Teamlauf bringt 450 Menschen an den Start

Das Event „von der Region, für die Region” war ein toller Erfolg mit super Stimmung. Der Teamlauf in Stahlhofen a.W. brachte etwa 450 Menschen an den Start. Gute Laune herrschte, die Sonne schien – und die Freude am Helfen brachte sofort eine positive Grundstimmung mit.

Allein die Teilnahme an dem Benefizlauf war schon ein Erfolg. Die Anmeldegebühr und zusätzliche Spenden gingen (und gehen noch) in einen Topf. Der erste Scheck in Höhe von 3600 Euro wurde gleich nach dem Lauf an die VOR-TOUR der Hoffnung e.V. übergeben.

Vorsitzender Jürgen Grünwald und Raimund Wittlich (zweiter Vorsitzender) waren begeistert. „Die Hilfe kommt zu 100 Prozent an”, versicherte Grünwald unter Applaus der Anwesenden und dankte den Teilnehmern und Organisatoren für ihr Engagement. Die Spende geht an die Vereine Unnauer Patenschaft und Kleine Herzen Westerwald.

Kohlehydrate für die Sportler

Es war viel los rund um die TiWi (Tourist-Information WällerLand am Wiesensee). Ein Foodtruck mit kohlehydratreichem Essen in Form von Nudeln stand bereit, große Firmengruppen hatten Stände aufgebaut, andere waren nur zu dritt. Freunde, Familien, Kinder, Behinderte, Laufteams, ja sogar Babys machten mit. Bad Marienberg, Daaden waren gut vertreten und natürlich Westerburg: ob „CDU Westerburg”, Polizeiinspektion oder Café Garcia. Dazu kamen Sportvereine und Fitnessklubs von rund herum.

Fotos zur Erinnerung wurden aufgenommen, gelacht und geschwatzt. Und zwischendurch ging es 6,5 Kilometer um den See. Beim Segelhafen gab es auch eine Wasserstation für die Läufer. Bei dem warmen Wetter war das besonders wichtig. 

Eine gut gemischte Schar

Manche hatten es eilig, wie Sören Plag (LC Mengerskirchen), der 25.04 Minuten brauchte. Oder Susan Klimpke (29.17) vom schnellsten Frauenteam „TV Rennerod Run for Fun”. Sie meinte, sie habe „nicht das beste Tempo” gelaufen. Und obwohl es der erste Lauf in diesem Jahr war und die Wärme sich auch bei ihr bemerkbar machte, sah sie relaxed aus und gut gelaunt – und war doch gerade als schnellste Frau über die Ziellinie gelaufen. 

Von den Männerteams waren die drei „Basaltköppe Tegi Runners” die Ersten. Andere brauchten fast eine Stunde länger, für sie ging es einfach ums Dabeisein. Einige Kinder rannten vorne weg, und es gab Mütter, die mit Babytragetasche auf dem Bauch um den See gingen.

Der Schirmherr der Veranstaltung, Hendrik Hering, Präsident des Landtags, lief einfach mit.

Die Hilfsbereitschaft „machte Beine” 

Das jüngste Team stellte Elektro Künz GmbH, das älteste Team Ransbach und das größte die WSG Bad Marienberg. Diese hatten sich mit Vertretern der Wilhelm-Albrecht-Schule zusammengetan.  

Zwei junge Rollifahrer wurden von ihnen mitgenommen bzw. mitgeschoben. Der 14-jährige Mariano fand das ganz selbstverständlich, nicht an seine persönliche Bestzeit  zu denken: „Das ist für mich gut. Das macht mir Spaß.” Und Jaden war wählerisch und ehrgeizig – er wollte möglichst schnell ans Ziel kommen. Auf die Hilfe seiner Mutter verzichtete er daher lieber, wie sie lachend erzählte. Ergotherapeutin Marisa Zerella hob hervor, dass die Wäller Skigemeinschaft (WSG) insgesamt  „viel Personal für inklusive Sportgruppen stellt”. Teilweise seien es sechs Betreuer für 20 Kinder.

Gaby aus Nisterau lief mit einer Heilpraxis-Gruppe mit. Mit Laufen habe sie eigentlich nichts zu tun, meinte sie, „aber für kranke Kinder – Ja”! Das war wohl auch Motivation für den 80-Jährigen der kleinen Truppe.

Pierre Joswig (Mitglied der FF Krümmel-Sessenhausen), der mit Feuerwehranzug und Sauerstoffflasche auf dem Rücken mitlief, macht es sich gerne und sichtbar schwer, um Menschen zu helfen, die es schwer haben. Seine Freundin starb an Krebs, ein Kumpel von ihm hat die Krankheit erst kürzlich besiegt, sagte er. Die persönliche Betroffenheit motivierte viele Teilnehmer zu spenden und ein Zeichen zu setzen.

Rosi Trautmann-Chaoufi (Weißenberg) war überglücklich: „Heute habe ich wieder mit dem Joggen angefangen.” Auch sie war angetreten, um mit einer Frauengruppe „gegen den Krebs” zu laufen.

Eine sympathische Runde mit etwa 20 Teilnehmern bildete das Team Autohaus Kegler (Herschbach). Yannik (20) meinte: „Das ist cool für die Gemeinschaft.” Die Chefin konnte nicht dabei sein, erzählten die Frauen von der Laufgruppe „Happy hour”, die beim Team Autohaus mitliefen. Sonst sind sie locker die doppelte Distanz unterwegs, war zu erfahren.

„Die Mischung war gut”, meinte auch Bernd Jung (Jung Elektronik Sainscheid) . Das galt für die Teilnehmer wie für die Zugpferde der Veranstaltung. Wie Grünwald schon sagte: „Jede Region hat eigene Kümmerer.”

Dazu zählte auch die Zurich Regionaldirektion, VB-C GmbH & Co.KG. Sie hatten ein Spendenrad aufgestellt, auf dem jeder gefahrender Kilometer von ihnen bezahlt wurde. Sie gaben bekannt: Die Gesamtkilometerzahl liegt bei 70,5 Kilometern, die Spende entsprechend bei 352 Euro. Der Betrag wurde jetzt von VB-C GmbH & Co.KG Westerburg großzügig aufgerundet: 500 Euro kamen somit rund ums Spendenrad zusammen. 

Die Kümmerer und Spender

Weitere größere Einzelspenden kamen noch hinzu von Notariat Burghartz, Firma Menges, Elektro Jung, Haus der Farben, Firma Koch. Erlöse aus den Verkäufen kommen noch „obendrauf” auf die Spendensumme, sagte Nina Engel. Sie hatte als Organisatorin und dann auch noch spontan als Moderatorin großartige Arbeit geleistet.

Martin Rudolph und viele Kolleginnen zogen mit an dem Strang. Oliver Lück und Ralf Stendebach haben die Strecke markiert. Die Verbandsgemeinde (VG) war auch mit Laufteams dabei! Bürgermeister Gerhard Loos, der als Zuschauer kam, dürfte zufrieden gewesen sein.

Zu den weiteren „Kümmerern” zählten übrigens die Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr Stahlhofen a.W., die ein Auge auf die Sicherheit der Teilnehmer hatten. Eine Frau, die umgeknickt und gefallen war, wurde von ihnen betreut. 

Volker Kram hat die Zeitmessung übernommen. Hier geht es zu seiner Ergebnisliste.

 (Text und Foto: Tatjana Steindorf)

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