Wäller Car Meeting 2019 in bester Atmosphäre

4. August 2019 – Trotz aller Dieselskandale und CO2-Probleme hat das Auto bei vielen nichts von seiner Faszination und Anziehungskraft verloren. Bestes Beispiel hierfür das „Wäller Car Meeting” für Old- und Newtimer, das 2019 wieder zu einem Anziehungspunkt und Mekka für Freunde der vier Räder wurde.

Weitere Fotos vom Event sind in unserer Bildergalerie zu finden.

Auch 2019 wieder ein Anziehungspunkt

Bei bestem Meetingwetter fanden sich schon früh viele Hundert PS-Freunde auf dem weitläufigen Gelände des Stöffel-Parks ein, um entweder zu flanieren, zu bewundern oder bewundert zu werden. „Bereits zum dritten Mal”, wusste vom Organisator Christian Voss zu berichten. Er, wie auch sein Vorstandsmitglied Uwe Neske, zeigten sich über den enormen Ansturm an Autobesitzern erfreut und „es ist ein kommen und gehen (fahren)”.

Dies bedeutet, dass auf einem Platz, auf dem eben ein schwarzer PS-getunter VW-Golf stand, Sekunden später ein farbenfroher Ford-Escort stand dessen Besitzer froh war eine der Lücken erhascht zu haben. Einer der zum ersten Mal sein Auto auf dem Gelände des Stöffel-Parks zeigte war Cedric Beck der seinen Ford Fokus MK 4, Baujahr 2018, in die lange Reihe der Autos stellte. „Zum ersten Mal hier aber ansonsten regelmäßig auf Schauen”, so der junge Mann der mit seinem Auto auch schon in Aachen war.

Von der Optik her hat er schon einiges in sein Auto gesteckt ansonsten gibt es für das 182 PS starke und 240 Stundenkilometer schnelle Auto noch nicht viel Neues. Er genießt die Blicke der Autofans die vorbei schlendern und reiht sich mit seinem Campingstuhl in die Reihe seiner Freunde ein um zu klönen und „die schöne Kulisse” zu genießen.

Spritsparen war nicht immer eine Tugend 

Schon etwas älter ist das Fahrzeug von Stefan Kolb aus Steinefrenz. Mattschwarz und mächtig lockt der Chevrolet Camaro die Blicke der Autofreunde an. Doch nicht nur durch die Optik, sondern auch die Zahlen entfachen Bewunderung oder aber auch blankes Entsetzen im Zeitalter des Energiesparens. Der Camaro, Baujahr 1979, hat unter seiner Motorhaube einen 5-Liter-V8-Motor. Auf die Frage nach dem Verbrauch kam eine vorsichtige Antwort „bei Tempo 130 auf der Autobahn ist der genügsam”, was wiederum einen der Besucher zu der lautstarken Antwort „drei Liter pro Zylinder” animierte.

Beide Fahrzeuge gehörten dann am Ende zu den vielen Hundert, die auf dem weitläufigen Gelände zu sehen waren. Zu sehen waren Alltagsfahrzeuge von heute wie von früher. Da stand ein Käfer, neben einem 2CV, ein VW-Bully neben einem Mercedes Cabrio und ein englischer MG, Baujahr 60er Jahre, neben einem italienischen Fiat Spider. Waren die Baujahre schon unterschiedlich und es wurden Fahrzeuge gezeigt die schon die Anfänge der Fließbandarbeit mitbekommen haben, wurden auch Fahrzeuge gezeigt, mit denen das tägliche Brot verdient wurde.

Da gab es dann umgebaute VW-Kipper zu sehen und einen R4 der als Apothekenfahrzeug noch heute die Runden dreht. Bestes Beispiel hierfür der Aufkleber an der Fahrertür. Die Freunde und Besitzer der Autos kamen aus ganz Deutschland, was an den Autokennzeichen abzulesen war. Und sie kamen oft auch in großen Gruppen die sich zwischen ihren Autos mit kompletter Campingausrüstung nieder ließen. Da wurde dann gegrillt und gechillt.

Beule gefällig?

Und aus einem unscheinbaren Renault-Kastenwagen wummerten lautstark die Bässe einer sündhaft teuren Stereoanlage. Doch nicht nur die blitzblanken, umgebauten Autos wurden gezeigt, wie einer der aufgeschnappten Kommentare einer der Besucherinnen zeigte. „Der hat ja mehr Beulen wie unserer”. Und bei einem Blick auf das Fahrzeug kam die eigene Beruhigung „die Frau hat Recht”. Und für die Beulen und vieles andere mehr rund ums Auto gab es dann auch einiges im Rahmenprogramm, wo Tuner ihre neuesten Angebote und die neuesten Trends zeigten.

(Text und Fotos: Klaus-Dieter Häring)

Das Event in bewegten Bildern 

Wer einen Bericht in Filmform sehen mag, dem sei dieses YouTube-Video empfohlen: https://youtu.be/gcjHgD2QXhQ

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